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Die Feuerwehr Hohndorf beging am letzten Augustwochenende 2015 ihr 130-jähriges Bestehen und 5 Jahre Kinderfeuerwehr. Krönender Abschluss war ein Fahrzeugkorso mit Feuerwehrtechnik aus allen Jahrhunderten.

Wir möchten uns nochmals bei allen Besuchern und allen Teilnehmern dafür recht herzlich bedanken.

 
Feuerwehrgerätehaus - Aktueller Stand
Freitag, 26. Juli 2019

Im Nachfolgendem ein Artikel aus der Freien Presse, Lokalausgabe Zschopau vom 24. Juli 2019.

Feuerwehrgerätehaus: Planer muss sich für Neubau sputen

Drei Jahre hat sich nichts getan, jetzt soll es schnell gehen. Das Landratsamt als Fördermittelgeber will bis Dezember konkrete Zahlen zum Millionen-Projekt in Hohndorf.

VON HOLK DOHLE
HOHNDORF - Rocco Schreiter huschte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung ein leichtes Lächeln übers Gesicht. Bisher war dem Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hohndorf eher zum Weinen, wenn es um das Feuerwehrgerätehaus in dem Großolbersdorfer Ortsteil ging. Diesmal aber nicht. Der Grund: Planer Gottfried Gerlach stellte den Gemeinderäten und Gästen erstmals ö entlich das Projekt „Neubau Feuerwehrgerätehaus“ vor. Nachdem „drei Jahre nur geredet“ wurde (Schreiter), soll es nun o enbar recht schnell gehen. So soll laut Gerlach die Submission für den Tiefbau so zügig wie möglich erfolgen, damit noch im Herbst erste Erdarbeiten ausgeführt werden können. Bis November müsse dann auch die Ausschreibung aller anderen Leistungen für den rund 1,1 Millionen Euro teuren Neubau stehen, um im Frühjahr mit dem Hochbau beginnen zu können, erläutert der Planer aus Drebach. Auslöser der Eile ist ein vergangene Woche im Großolbersdorfer Rathaus eingegangenes Schreiben des Landratsamtes mit der Zusage für die Sonderförderung (bis zu 90 Prozent) sowie der Forderung, bis zum 10. Dezember 2019 alle belastbaren Kosten nachzuweisen. Als Fördermittelgeber benötigt der Kreis konkrete Zahlen, eine Übersicht aller Leistungen und Preise, so Gerlach. Der Experte gibt sich optimistisch, die Forderung erfüllen zu können. Aber, betonte der Planer: „Wir müssen uns sputen.“ Wenn alles klappt, könne das neue Depot 2020 eingeweiht werden. Damit würde für die Hohndorfer Feuerwehr eine lange Leidenszeit zu Ende gehen. Denn seit dem Brand in einem Möbelhaus an der B 174 in Hohndorf am 24. Juni 2016, bei dem auch das Gerätehaus der Wehr zerstört wurde, müssen die Rettungskräfte mit einem Provisorium leben. Obwohl Bürgermeister Uwe Günther seit dem Brand immer wieder hervorhob, dass der Neubau des Gerätehauses Priorität besitze, wurde die Übergangslösung zum Dauerzustand: Das Löschfahrzeug steht in einer ehemaligen Werkstatt. Auf engstem Raum ist dort auch die Ausrüstung der 27 Männer und drei Frauen starken Truppe untergebracht. Umkleideräume, Toiletten und Waschgelegenheiten fehlen. Der Mannschaftstransportwagen steht ein paar hundert Meter weiter in einer anderen Garage. Für Wehrleiter Schreiter sind das untragbare Zustände. Einige Kameraden hätten sogar mit einem Austritt aus der Wehr gedroht. Schreiter: „Sie fühlten sich verarscht.“ Denn ein von der Berufsgenossenschaft der Feuerwehr geprüfter Plan für ein neues Depot lag längst vor. Doch die Kosten, rund 1,1 Millionen Euro, konnte die Gemeinde nicht stemmen – trotz Regelförderung durch den Kreis in Höhe von 360.000 Euro und der Versicherungssumme (150.000 Euro) für das abgebrannte Depot. Deshalb beantragte Großolbersdorf Anfang 2018 eine Sonderfinanzierung für das Projekt. Denn in dringenden Fällen kann in Abstimmung mit dem Staatsministerium ein Neubau auch zu 90 Prozent vom Kreis gefördert werden. Vor einem Jahr teilte das Landratsamt dann mit, dass über die Möglichkeit einer 90prozentigen Förderung Abstimmungen mit dem Staatsministerium erfolgen. Wieder ging Zeit ins Land, bis im Februar 2019 die Kreisbehörde mitteilte, dass eine Sonderförderung möglich ist. Bis zum Bewilligungsbescheid dauerte es jedoch. Ende Juni teilte das Staatsministerium des Innern auf Anfrage mit: „Der formelle Antrag der Gemeinde vom 26. März 2019 zur Zustimmung einer erhöhten Zuwendung ... wurde dem Staatsministerium mit einer Stellungnahme des Erzgebirgskreises erst am 17. Juni 2019 übersandt. Die formelle Zustimmung ... werden wir zeitnah vornehmen. Die Bewilligung erfolgt dann wiederum durch den Erzgebirgskreis.“

FOTO: JENS UHLIG/ARCHIV

Anm.: Die ursprünglich einleitenden Bemerkungen wurden zensiert.